Die Türkei hat die Prognose für direkte ausländische Investitionen auf 14 Milliarden Dollar erhöht, nachdem die FATF-Beschränkungen aufgehoben wurden.
Die Türkei prognostiziert einen signifikanten Anstieg der Direktinvestitionen (FDI) auf 12 bis 14 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024, verglichen mit 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023. Dies geschah, nachdem das Land von der "grauen Liste" der Financial Action Task Force (FATF) gestrichen wurde und der Kreditrating erhöht wurde.
Der Präsident der türkischen Investitionsbehörde, Burak Dağlıoğlu, berichtete, dass das Volumen der ausländischen Investitionen nach diesen Änderungen gestiegen sei und erwartet wird, dass mehr chinesische Unternehmen, insbesondere im Automobilsektor, investieren werden. Der Elektroautohersteller Byd hat Pläne angekündigt, ein Werk im Wert von 1 Milliarde US-Dollar in der Türkei zu bauen, was das wachsende Interesse an Investitionen verdeutlicht.
Verhandlungen werden über Projekte geführt, deren Kosten jeweils 1 Milliarde US-Dollar betragen könnten, falls die Geschäfte abgeschlossen werden. Außerdem werden Investitionen in ein Datenverarbeitungszentrum bis Ende des Jahres erwartet. Beispielsweise hat Edgnex, eine Tochtergesellschaft des dubai'schen Entwicklers Damac, im Februar ein Joint Venture mit Vodafone Türkei gegründet, um ihr erstes Datenverarbeitungszentrum in der türkischen Stadt Izmir zu bauen, das etwa 100 Millionen US-Dollar kosten wird.
Dağlıoğlu berichtete auch, dass in der zweiten Jahreshälfte mit einer Steigerung der Investitionen gerechnet wird, was die positive Dynamik bis 2025 fortsetzen wird. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 erhielt die Türkei FDI in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar.
Im Rahmen der Strategie zur Anwerbung ausländischer Investitionen hat die Regierung in Ankara bis zu 30 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung des Technologiesektors und die Unterstützung der heimischen Technologieproduktion bereitgestellt. Von diesem Betrag sollen 5 Milliarden US-Dollar zur Förderung der Elektroautomobilindustrie und 4,5 Milliarden US-Dollar zur Entwicklung der Batterieproduktion verwendet werden, was die Produktion von Elektroautos in der Türkei auf 1 Million Einheiten pro Jahr steigern soll.